Die offizielle Hallenfußballvariante der FIFA

„Futebol de Salão“ ist Portugiesisch und bedeutet Fußball in der Halle. Es hat seinen Ursprung im südamerikanischen Raum und ist die offizielle Hallenfußball-Variante des Weltverbandes FIFA. Inzwischen spielt man Futsal in ca. 90 Ländern der Erde. In Europa befindet sich der Futsal auf dem Vormarsch. Vor allem im Süden Europas existieren bereits professionelle Strukturen, sodass Nationen wie Spanien oder Portugal auf Augenhöhe mit den Südamerikanern spielen. Auch in Deutschland befindet wird in immer mehr Regionen Futsal gespielt, auch weil es vom DFB gefördert wird. Ab der Saison 2015/16 soll der Futsal in Deutschland flächendeckend sowohl im Junioren- als auch im Seniorenbereich gespielt werden.

Im Vergleich zum traditionellen Hallenfußball, wie er in Deutschland gespielt wurde, unterscheiden sich die Futsal Regeln in einigen Punkten. Gespielt wird auf Handballtore. Der Ball wird nicht eingeworfen sondern eingekickt. Es wird ohne Bande gespielt. Eine Mannschaft besteht aus einem Torwart und vier Feldspielern. Bis zu sieben Auswechselspieler sind erlaubt. Das Spiel besteht aus 2 Halbzeiten mit je 20 Minuten Dauer. Entscheidend hierbei ist die Nettospielzeit. Eck-, Frei- oder Torabstöße müssen innerhalb von 4 Sekunden ausgeführt werden, so dass die Dynamik des Spiels gefördert wird. Fouls, die eine Mannschaft begeht, werden gezählt und kumuliert. Ab dem 6. Foulspiel einer  Mannschaft wird jeweils ein Strafstoß verhängt. Rempeln, Hineingrätschen bzw. Tackling sind untersagt.

Diese Festlegungen sorgt dafür, dass es fairer zugeht und weniger aggressiv gespielt wird als im herkömmlichen Hallenfußball. Ein gravierender Unterschied besteht auch in der Beschaffenheit und Größe des Balles, der beim Futsal im Vergleich zum herkömmlichen Fußball etwas kleiner und weicher ist und deutlich geringere Sprungeigenschaften aufweist. Dies erleichtert die Spielbarkeit des Balles, was vor allem für Anfänger von Vorteil ist und zum Beispiel bei inhomogenen Leistungsgruppen für mehr Spielfluss sorgt. Auch für Ältere Fußballspieler/innen ist Futsal eine gute Alternative, da das Verletzungsrisiko deutlich reduziert ist. Ein insgesamt striktes Regelwerk verhindert hartes und körperbetontes Agieren. In seiner Vollendung ist Futsal ein fast körperloses, sehr schnelles und technisch hochwertiges Spiel.

Tim Waldinger

Futsal-Schiedsrichter

Futsal-Beauftragter der Schiedsrichter im Kreis Marburg

Jonas Stehling

Futsal-Schiedsrichter

Futsal-Beauftragter der Schiedsrichter im Kreis Marburg